Die Übergabe

Ein Stapel Papier. Und ein Dokument, das zählt.

Am Tag der Abgabe bekommen Sie Unterlagen in die Hand — meist mehr, als Sie in dem Moment lesen können. Erst später stellt sich heraus, was davon etwas beweist.

Stapel unbeschrifteter Aktenmappen und ein blaues Heft auf einem dunklen Holzschreibtisch im Lampenlicht

Der Inhalt

Was dabei sein muss — und was fehlen darf

Sechs Unterlagen, sortiert nach dem, was sie tatsächlich wert sind. Tippen Sie auf einen Reiter.

Muss dabei sein

Die Chipnummer und ihre Registrierung

Jeder Hund muss gekennzeichnet und registriert sein. Nach § 24 TSchG nimmt die Tierärztin bzw. der Tierarzt die Erfassung direkt in der Datenbank vor — und muss sich dafür von Besitzer wie Züchter einen amtlichen Lichtbildausweis vorlegen lassen.

Lassen Sie sich die Nummer zeigen und gleichen Sie sie ab. Sie ist der einzige Punkt, an dem alles andere hängt: Ohne richtige Chipnummer gehört kein Dokument nachweislich zu diesem Hund.

Was fehlen darf

Die freundlichen Beigaben

Futterproben, ein Fütterungsplan, eine Decke mit dem Geruch der Wurfkiste, ein Spielzeug, eine Erziehungsbroschüre — all das ist nett und spricht für Sorgfalt.

Beweisen tut es nichts. Eine mitgegebene Decke sagt über die Hüften der Mutter genauso viel wie ein aufgeräumter Raum: nichts.

Verwechseln Sie den Eindruck von Fürsorge nicht mit dem Nachweis von Vorsorge. Das eine ist angenehm, das andere ist überprüfbar.

Am Ende zählt nicht, wie dick der Stapel ist. Sondern ob ein Blatt darin sich selbst bestätigen kann.

Zwei Personen reichen sich über einen Holztisch eine unbeschriftete Dokumentenmappe
Der Moment, in dem niemand liest. Nehmen Sie sich die Zeit trotzdem.

Der Weg dahin

Deshalb gibt es ZEUS

Seit 2025 verlangen §§ 22a und 22b des Tierschutzgesetzes von Züchterinnen und Züchtern ein bewertetes Qualzucht-Präventionskonzept je Rasse. ZEUS begleitet sie durch diesen Prozess — bis zur Einreichung bei der Qualzucht-Kommission der Veterinärmedizinischen Universität Wien.

Der Sinn davon: Die Prüfung findet vor dem Wurf statt, nicht bei Ihnen am Küchentisch. Erst die Untersuchungen der Elterntiere, dann die Zuchttauglichkeit für jedes der beiden, dann die Verpaarung — und erst wenn das zusammenpasst, das Zertifikat für den Welpen. Fehlt ein Glied, entsteht keines.

Für Sie endet das an dem Punkt, an dem Sie am Tisch sitzen und einen Stapel Papier vor sich haben. Der Hund wartet daneben — und er wird Sie die nächsten zwölf, dreizehn Jahre begleiten.

Junger Terrier sitzt neben einem Tischbein auf einem Dielenboden und blickt nach oben
  1. Gleichen Sie die Chipnummer auf jedem Dokument mit dem Hund ab.
  2. Sehen Sie nach, ob dem Welpen ein Qualzuchtpräventionszertifikat beiliegt. Es wird nur ausgestellt, wenn beide Elterntiere zuchttauglich sind und ihre Verpaarung zulässig war.
  3. Tippen Sie den Prüfcode auf unserer Website ein. Sie sehen, ob das Zertifikat gültig ist und zu diesem Hund gehört. Für Sie kostenlos.
Zertifikat prüfen

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